Archives for June 2015

Es gibt tage…

Der heutige tag scheint beschäftigter zu sein. Mehr verkehr auf den strassen, menschen rotieren an ihren arbeitsplätzen und arbeitsplätzinnen. Es gibt viel zu tun. Die bäume wachsen doppelt so schnell, die vögel brüllen den wald zu scherben. Autos fräsen sich in die strassen und tunneln sich ans ziel. Jedes stück blankes metall oxidiert beim anschauen. Heute bekommt jeder mehr tag als bezahlt. Zugreifen. Jetzt.

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Der frühe vogel…

Aus notwendigkeit zwei stunden früher ins bett und zwei stunden früher aufgestanden – gefühlt recht ausgeschlafen. Eine halbe stunde nach aufstehen meldete sich mein sympathikus uneinverstanden mit der frühen wachheit: Beklemmungsgefühl, übelkeit, unruhe, kopfschmerzen. Zum runterkommen, nach den notwendigen erledigungen, ab in den wald. Keine ahnung ob es gewirkt hätte – vorher kam der regen. Bin wieder zuhause in meinem einzimmer-wohnklo mit 3mg bromazepam im körper – das tuts auch. Mir egal. Scheiss auf den tag. Mit etwas glück schaffe ich es vielleicht noch den kühlschrank und meinen magen durch einen einkauf zu füllen. Mal schauen.

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Älter werden

Als junger erwachsener sieht man fernsehsendungen mit leuten, die jünger sind als man selbst – und ein stück weit eine bessere karriere haben als man selbst. 20 jahre später sieht man die gleichen leute, sogenennte “celebrities” (klingt wie frühstückflocken), gealtert, sehr gealtert, mit faltenzerklüfteten gesicht – trotz aller kosmetikprodukte – und fragt sich: wenn die jünger sind als ich, warum habe ich mich besser gehalten? Doch die richtige kariere als frührentner aus dem fenster zu glotzen?
Egal. Heute bin ich rad gefahren, es war anstrengend aber für den dicken notwendig. Ich hab einen CD-player repariert (nur ne kleine kalte lötstelle am cinchterminal und ne reinigung der optik) und entsprechend habe ich mit anderen menschen gesprochen, dreien an der zahl. Die richtige zahl für den tag und zustand.
Mehr lasse ich für morgen. Schlaf fordert meine aufmerksamkeit. Gute nacht ihr eulen und verschreckt früh erwachte lärchen.

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#ausselektiert

Wir sind viele. Wir werden mehr. Wir sind die ausselektierten. Wir haben keine zukunft. Wir haben das jetzt. Wir bauen unsere netze. Wir sind paradox. Wir werden wirken. Fürchtet uns.

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Etappenziel 1 erreicht.

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Angst und schrecken

Einer dieser tage mit diesem prä-panischen spannungsgefühl im solar plexus. Menschen sind bedrohlich. Tief durchatmen. Wenn ich noch häufiger tief durchatme, werd ich beim aufstehen ohnmächtig. Strassenbahn. Albtraum. Menschen. Wengistens der sitzplatz ist gut. Die ecke mit den am wenigsten bedrohlichen exemplaren gegenüber. Nach hinten schutz durch eine glassscheibe. Wann wirkt das bromazepam endlich?
Schon heute “morgen” beim aufstehen war klar: Kein tag um unter menschen zu gehen. Besuche heute meine oma. Längere fahrt in der strassenbahn um dann einen lieben menschen zu treffen, bei dem man nie weiss, wie die tagesform ist. Orientiert und aufnahmefähig für ein paar geschichten, etwas smalltalk. Oder hat der parkinson und das dissoziiernde hirn heute die oberhand? Dann kommen die ängste vor dem unausweichlichen.
Die ängste haben mich heute eingeschnürt.  Erstickungsgefühl, herzrasen, schweissausbruch, fluchtimpuls und der drang, much unter einer decke im bett der welt zu entziehen. Die welt kommt ohne mich aus und ich kann heute auf die welt verzichten – klingt doch optimal. Aber nein, weiterer rückzug ist auf lange sicht nicht drin. Manchmal muss man versuchen seine ängste – wenigstens teilweise – zu “ownen”.
Die sonne schaut kurz hinter den wolken hervor. Es sind die kleinen dinge…

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Das bett

Nicht der berg ruft, das bett ruft, es schreit und kreischt, zu laut um schlafen zu können. Das bett ist kriegsgebiet. Es schweigt mit BzRA – weiss jemand was ich meine? Seit jahren für mich ein täglich ausgehandelter waffenstillstand – für ein paar stunden.
Was ich gestern über den tag des schlafes schrieb war zu wenig, zu unausführlich. Doch was solls? Diese stumpen liest eh niemand. Es ist das klopapier neiner psyche. Hygiene um das kreisende kopfchaos zu beruhigen. Eine zeit lang. Und danach kommen die verhandlung über den waffenstillstand.
Ach, was ist eigentlich aus den verhandlungen mit giechendland geworden. Ein kurzer blick beim zdf gestern trieb mir ja wieder die halbverdaute erdbeertorte die soeiseröhre hoch. Verhandlungen mit korrespondenten, die jedes gerücht, jeden ungeprüften kommentar der drittbänkler über das thema in den äther kackten?! Wer sich sowas anschaut sieht auch stundenlange wahkspecials mit hochrechnunen und dem ganzen brimborium.
Was ändert es an meinem leben wenn ich verhandlungen kommentiert bekomme. Verhandlungen, die sicherlich irgendein ergebnisbhaben – doch sicherlich nicht, während sie noch laufen. Doch man berichtet über den langweiligen prozess. Das ergebnis erfahre ich schon früh genug. Morgen, nächste woche oder sonstwann. Es betrifft mein leben erstmal nicht sonderlich, was das ergebnis von einem gespräch irgendwelcher soziopathen einer parallelgesellschaft ist (damit mein ich die classe politique).
Jeder der über sowas vor einem ergebnis berichtet nimmt anderen relevanten informationen evt. notwendige aufmerksamkeit. Aber in den quotengeilen bildmedien ist es wichtig über das noch ungewisse spannung aufzubauen. Wie in einem drama. Das ist kein journalismus, das ist sensationsgeile und zudem noch schlechte unterhaltung.
Was kommt als nächstes? 4 stündige brennpunkte vor der ziehung der lottozahlen, mit hochrechnungen von supercomputern, experteninterviews mit langzeit-lottospielern und mathematikern mit fachbereich stochastik? Wie spannend.
Doch zurück zum bettkrieg. Die waffen sind verklungen für ein paar stunden. Zolpidem sei dank. Und was ist jetzt mit griechenland? Es ist mir erstmal egal. Das ergebnis ist morgen immer noch das ergebnis. So wie 2+3 morgen noch 5 sein wird.
Guten start in den tag und viel spass beim… was ihr auch immer macht. Ich für meinen teil suche jetzt schlaf. Nachher gibts was handfestes zu tun, mit werkzeugen und so.

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Komplexe projekte

…wie das anbohren eines schauchaufwickelhalterungsdingens an die gartenlaube können sich zum albtraum entwickeln. Nach der planungsphase, material- und werkzeuglogistik kam der regen. Und nach dem regen – kein strom. Ohne strom keine bohrmaschine usw. Projekt vertagt.
Und trotzdem: Hätte ich BER geplant, wär das ding schon längst fertig.

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Tag des schlafes

Joa, der Tag des Schlafes ist heute, dafür gibt es einen tag. Zu recht. Probleme mit schlaf gibt es genug. Wer “morgens” nicht aus dem bett kommt hat entweder zu kurz geschlafen (ungesund), ist depressiv (ungesund) oder hat einfach einen scheiss job und ein beschissenes leben (ungesund). Aber trotzdem werden die wachphasen immer weiter ausgedehnt, man muss ja produktiv sein, job und familie, fitness und fernsehen, sozialleben und einkaufen, entspannung und interwebzen unter einen hut bringen. Was liegt da näher, als an schlaf zu “sparen”. Menschen die vom chronotyp her “eulen” sind, quälen sich um 6 uhr morgens aus dem bett und fahren dann unter schlafentzug zur arbeit – von der fahrtüchtigkeit her äquivalent zum besoffen sein.

Besonders betroffen ist unsere jugend, die während der pubertät ebenfalls zum eulentum tendiert und das nicht erst seit smartphone und internet. Und unsere zukunft, also die jugend, sitzt dann unausgeschlafen, müde, gelangweilt und unkonzentriert in der schule und kann dank verkürzter zeit bis zum abitur, mehr in weniger zeit nicht lernen. Bravo. Burnout mit 16 und mit 30 den ersten infarkt.

Schlaf hat einen schlechten ruf, schliesslich ist er der zeitraum, in dem man nicht fleissig kaufen, saufen, ficken und arbeiten kann. Müdigkeit wird mit kaffee – der weltweit meist konsumierten, psychoaktiven droge – unterdrückt. Wer schläft ist faul. Der schlafende mensch ist unkommunikativ, bewegungsarm wie ein faultier, er ist unproduktiv und der ungeweckte bedürfte nach Glasgow coma scale eigentlich medizinischer behandlung. Schlaf ist ein gesellschaftliches verbrechen. QED.

Nicht nur die zeit, die geschlafen wird, wird gnadenlos runtergekürzt, auch die qualität des schlafes wird schlechter – was die enorme und stetig steigende zahl an verschreibungen von ein- und durchschlaffördernder medikamente zeigt und ebenso die selbstmedikation durch verschreibungsfreie medikamente und diverse drogen.

Zu kurzer und zu schlechter schlaf dürfte eines der meistignorierten probleme der westlichen gesellschaft sein, mit zehntausenden toten und milliardenschäden pro jahr. Wer mir nicht glaubt, sollte google bemühen und eine kleine recherche machen, denn ich bin zu müde quellen anzugeben. Es gäbe noch viel über das thema zu schreiben, aber auch dazu bin ich zu müde. Gute nacht und angenehme träume.

P.S: Ein link für die, die tiefer in das thema einsteigen wollen: Sleep: Neurobiology, Medicine, and Society by Ralph Lydic, Ph.D., Helen Baghdoyan, Ph.D.

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Erdbeeren satt

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