Einst glänzte sie, jeder sonnenstrahl der Sir Draughtcastle´s spiegelglatt polierte rüstung traf entlockte ihr ein warmes, silbriges leuchten, das aus weiter ferne bereits zu sehen war.

Fast ein monat war seit jenem verhängnisvollen, zunächst so friedlichen sommertag vergangen. Es war der tag, als ein dunkler schatten lautlos über die felder glitt. Die bewohner von Aldergrove sahen ihn zuerst als sie gen´ himmel aufblickten taten sich ihre münder auf zum schreien, doch es blieb totenstill. Zu schrecklich war der anblick: Ein gehörnter drache, mit flügeln über 100 ellen weit und dicken schuppen, die ihn wie schilde bedeckten, spähte auf das kleine friedliche dorf. Die schreie kamen mit dem feuer, verstummten jedoch schnell. In einem wimpernschlag brannten menschen, tiere, häuser. Wo der feueratem des drachens direkt den sandigen boden traf, verschmolz dieser zu grauem glas. Danach brannten die felder und der Erlenwald hinter dem dorf. Vom dorf waren nicht einmal mher trümmer geblieben – nur graue hügel heisser asche.

Die kunde erreichte Sir Draughtcastle schnell. Viele jahre zuvor waren er und seine freunde oft gäste der taverne von Aldergrove gewesen. Er trank mit den handwerkern, händlern und bauern, kannte viele bei namen, hörte die kleinen geschichten über freud und leid.

Nachdem ihn die schreckensnachricht erreichte, machte er sich an, in den kampf gegen das untier zu ziehen, Im flackernden kerzenschein, in der kälte der nacht, bereitete er rüstung und waffen für den aufbruch beim ersten sonnenstrahl des nächsten tages vor.

Über eine woche ritt er zielstrebig durch das land, dennn er hatte die alten sagen und mythen studiert und eine genaue vorstellung, wo das biest zu finden war.
Seine einst so glänzende rüstung war ermattet nach dieser langen reise, der himmel voller grauer wolken, als er sein ziel erreichte: Ein kleines befremdliches felsmassiv, das mitten zwischen auen und wald aus dem boden ragte, als ob es jemand dort ausversehen vergessen hatte.

Die mythen beschrieben einen grossen eingang in den sich kein licht verirrte. Nur ein tiefschwarzes nichts, hinter einem gezackten bogen aus scharfkantigen grauen felsgestein zu einem höhlenlabyrinth. Sir Draughtcastle stand nun vor diesem tor zur hölle, blickte in das nichts dahinter, entzündete seine fackel und schritt entschlossen in die dunkelheit. Ein fauliger geruch – ihm zu folgen würde ihn zum untier leiten.

Nach nur kurzer suche fand er das monster. Es bemerkte ihn sofort und fauchte tösend zornig den unerwarteten besuch an.

“Was willst du menschling hier? Wünscht du dir so sehr den tod?”, sprach der drache in einer tiefen, dröhnenden und rauhen stimme.
“Nein”, sagte Sir Draughtcastle ruhig, während er das stilvoll eingerichtete appartement des drachen begutachtete. “Du bist es, der sein todesurteil unterschrieb, als du in mein land kamst”, führte er fort, “Ist die lampe von Ikea?”

Der drache bliess erzürnt rauch durch seine nasenlöcher und setzte sofort danach zu einem tiefen atemzug am, um diese beleidigung seiner ausschliesslich mit sündhaft teueren designer-mobiliar ausgestatteten whohnstätte mit einem gezielten feuerstrahl zu rächen. Doch im selben augenblick griff Sir Draughtcastle hinter seinen kopf und zog nicht etwa ein schwert, sondern eine somderbare vorrichtung, die er auf den rücken trug und richtete sie auf den drachen.

“Surprise! Photonenblaster, dritte generation”, rief er dem erstaunt blickenden drachen zu und drückte ab. Schrill enlud sich der vernichtende photonenstrom und reduzierte den drachen zu einer dampfwolke.
“All inclusive”, sagte der zeitreisende urlauber mit ironischem unterton, schulterte lässig den photonenblaster trat aus der höhle und ritt in den sonnenuntergang auf der suche nach weiteren abenteuern.